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Nach einer Nasenpolypen-Operation
im Vorschulalter bekam ich meinen größten Wunsch, eine Blechtrommel,
erfüllt. Ich wuchs trotzdem heran, aber das zwangsläufig folgende
Bedürfnis nach einem Schlagzeug wurde dann nicht mehr befriedigt.
Insofern war eigentlich klar, dass mein beruflicher Weg nicht, wie mein
Vater es sich möglicherweise gewünscht hätte, in Richtung
Gesang ging; auch die relativ dauerhaften Berufswünsche Schauspielerin!
und Regisseurin! erfüllten sich nicht. Als Trost gab's später
allerdings einen Gastauftritt bei den Guldenburgs.
Nachträglich betrachtet habe ich mich wohl gar nicht festlegen wollen
und nach meiner Ausbildung zur Positiv-Retuscheurin sehr schnell neben
dem Grafik-Design in verschiedenen Satzstudios und Agenturen mit dem Schreiben
begonnen - zunächst meiner Neugier entsprechend mit Interviews.
Ausgerechnet ein Verwandlungskünstler war das Thema meiner ersten
ganzseitigen Veröffentlichung, und da ich nicht nur neugierig, sondern
auch ausgesprochen begeisterungsfähig bin, durchquerte nach einigen
Interviews im Zirkus Roncalli sogar kurzzeitig das Berufsbild Clown meinen
Himmel.
Stattdessen kam ich einige Jahre später , nachdem ich in meiner damaligen
Agentur eine geschlagene halbe Stunde darauf gewartet hatte, dass der
Schornsteinfeger vom Dach herunter kam und mir die Hand gab (ein bisschen
peinlich war das durchaus), tatsächlich ans Theater - allerdings
sehr viel mehr hinter als auf die Bühne. Engagiert als Art-Direktorin
und Leiterin der Grafik war ich vier sehr aufregende Jahre lang in der
Presse- und Öffentlichkeitsabteilung des Hamburger Schauspielhauses.
Seit Sommer 1993 habe ich mich freiberuflich auf die Tätigkeitsbe-reiche
Farbe + Worte mit gleichnamiger Agentur konzentriert; und das, was dort
nicht so recht in die Schubladen passt, können Sie hier finden. Und
sollten Sie ebenfalls sehr neugierig sein, können Sie mir gern mailen:
Ab
geht die Post
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